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Erstmals stellten die Olfry Ziegelwerke – übrigens als einziger Verblenderhersteller – auf der Frankfurter Passivhausmesse aus und betraten damit erfolgreich Neuland: „Uns kam es darauf an, zu dokumentieren, dass sich das Passivhaus sehr gut mit Klinkern realisieren lässt“, erklärte Olfry-Geschäftsführer Georg Wilhelm Freiherr v. Frydag.
Neue, leistungsfähigere Dämmmaterialien (Wärmeleitgruppe 24 bei einer Stärke von 180 mm) machen es möglich: Mit einer 45,5 cm starken Wand, deren Hintermauer aus Kalksandstein besteht, wird beispielsweise ein U-Wert von 0,12 (W/m2 · K) erreicht, der somit den Mindest U-Wert für Passivhäuser von 0,15 weit unterschreitet.
Das zeigt, dass auch bei Klinkerfassaden in Verbindung mit modernen Dämmstoffen sehr wirtschaftliche und schlanke Wandkonstruktionen möglich sind. Darüber hinaus schützt eine massive Klinkerfassade die Dämmschicht gegen Witterungseinflüsse und vermeidet kostspielige Sanierungen.
„Die Messe in Frankfurt hat gezeigt, dass die Hersteller von Klinkern noch viel Aufklärungsarbeit leisten müssen, wenn es um die Vorteile der zweischaligen Bauweise bei Passivhäusern geht “, resümiert v. Frydag.
Gerade die „Passivhaus-Hauptstadt“ Frankfurt, die mit über 100.000 Quadratmetern Nutzfläche in Passivhaus-Bauweise weltweit an der Spitze liegt, wird häufig als Stadt der gläsernen Hochhäuser wahrgenommen.
Doch immer öfter tauchen Schwierigkeiten auf, wenn es darum geht, die gläsernen Bauten energetisch im Sommer wie im Winter in den Griff zu bekommen.
Daher greifen viele Architekten wieder auf die Massivbauweise zurück. Auch in Frankfurt sind inzwischen zahlreiche Bauten in Klinkerbauweise von renommierten Architekten wie Hans Kollhoff, Berlin, oder Christoph Mäckler, Frankfurt, vertreten. Daher ist v. Frydag überzeugt davon, dass es im Bereich Passivhaus noch viel Potenzial für Klinkerhersteller gibt.
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